Zukunft auf dem Teller

Neues Bildungsprojekt zu Innovationen in der Ernährungswelt gestartet

Bonn/Köln, 26.02.2025: Unter dem Titel „Zukunft auf dem Teller“ starten die LizzyNet gGmbH und die Fachdidaktik Biologie der Universität Bonn ein Bildungsprojekt, in dem Schülerinnen und Schüler sustainable food systems (nachhaltige Ernährungssysteme) kennenlernen. Gefördert wird die zweijährige Maßnahme von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

Der Klimawandel und das Anwachsen der Weltbevölkerung auf fast 10 Milliarden Menschen bis 2050 stellen die Gesundheit von Ökosystemen und somit auch die Sicherung unserer Ernährung vor große Herausforderungen. Ein Umdenken hin zu einer nachhaltigeren (Land-)Wirtschaft und Nahrungsmittelproduktion wird immer notwendiger, um die Lebensgrundlagen für Menschen heute und nachfolgende Generationen zu sichern und den Planeten zu schützen. Gleichzeitig fällt es vielen von uns schwer, auf liebgewonnene Ernährungsgewohnheiten zu verzichten und auf umwelt- und klimaschonende Produkte umzustellen. Die Akzeptanz von neuartigen, zum Beispiel insekten-, oder algenbasierten Lebensmitteln ist zudem begrenzt.

In Bildungsworkshops, bei Unternehmensbesuchen und im Dialog mit Forschenden setzen sich Schülerinnen und Schüler im Projekt „Zukunft auf dem Teller“ mit innovativen Ansätzen in der Lebensmittelproduktion auseinander. Dabei lernen sie zukunftsfähige Ideen und Akteur:innen kennen, die umwelt- und klimafreundliche Lösungen erarbeiten – von der Aquaponikanlage über Vertical Farming bis hin zu KI auf dem Acker. Ihre Einblicke und Erkenntnisse geben sie anschließend in verschiedenen Kommunikationsformaten an ihre Peers weiter.

„Mit dem Projekt möchten wir Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Hemmschwellen abbauen und die Bereitschaft für Veränderung fördern“, so Prof. Dr. Scheersoi von der Fachdidaktik Biologie der Uni Bonn. Und Ulrike Schmidt, Geschäftsführerin der LizzyNet gGmbH, fügt hinzu: „Wir hoffen, damit auch eine Akzeptanzdebatte anzustoßen über die Lebensmittel der Zukunft.“

Die Gesamtlaufzeit des Projekts beträgt zwei Jahre. Die Schulworkshops werden zunächst im Schulhalbjahr März bis Juli 2025 an drei Bonner Schulen erprobt und anschließend auf weitere Regionen ausgeweitet.

Projektträger ist die gemeinnützige LizzyNet GmbH, die das Jugend-Onlinemagazin www.lizzynet.de herausgibt und partizipative (Bildungs-)Projekte in den Themenbereichen Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Gesellschaft und Kultur durchführt.

Der Verbundpartner Fachdidaktik Biologie der Universität Bonn betreibt u.a. empirische Lehr-/Lernforschung zur Biologievermittlung an außerschulischen Lernorten und untersucht die Wirkung unterschiedlicher Kommunikationsformate auf das Wissenschaftsverständnis und Interesse von Schülerinnen und Schülern.

Alle Informationen zum Projekt unter:

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